Hardtwaldschule Seulberg / Friedrichsdorf

Fördergruppen

Deutsch als Zweitsprache

Für alle Schülerinnen und Schüler, die mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen in die Schule eintreten, erfolgt eine zusätzliche Deutschförderung. Nach Feststellung des Bedarfs bei der Schüleranmeldung oder durch die Lehrer/innen besuchen die Kinder einen erstmals in der E1 stattfindenden Deutsch-Intensivkurs, der in der Regel in der E2 als Aufbaukurs fortgesetzt wird. 

Lese- und Rechtschreibförderung

Kinder mit LRS (Lese- und Rechtschreibschwäche) werden an unserer Schule besonders gefördert. Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer beobachtet die Fortschritte des Kindes beim Lesenlernen und Rechtschreiben. Wird eine LRS vermutet, kann das Kind von einem Mitglied unseres LRS-Teams überprüft werden. Wird ein LRS-Förderbedarf festgestellt, werden die Eltern des Kindes durch den/die Klassenlehrer/in informiert. Im Einzelfall kann die Benotung im Lesen und/oder der Rechtschreibung ausgesetzt werden. Darüber entscheidet die Klassenkonferenz. Kinder mit festgestelltem LRS-Förderbedarf erhalten dann speziellen Förderunterricht in kleinen Gruppen, der von den Kollegen/Kolleginnen des LRS-Teams durchgeführt wird. Die Teilnahme am LRS-Kurs ist verpflichtend.

Förderung bei besonderen Schwierigkeiten im Rechnen

Kinder mit ReSch (besondere Rechenschwierigkeiten) werden an unserer Schule besonders gefördert. Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer beobachtet die Fortschritte des Kindes beim Rechnen. Werden Rechenschwierigkeiten festgestellt, kann das Kind von einem Mitglied unseres ReSch-Teams überprüft werden (ab der Jahrgangsstufe E2). Dazu werden die Eltern des Kindes durch den/die Klassenlehrer/in informiert. Es werden die Lernbereiche im Fach Mathematik ermittelt, in denen das Kind besonderen Förderbedarf hat. Die Kinder eines Jahrganges werden dann in einer Kleingruppe entsprechend gefördert. Dieser spezielle Förderkurs ist für die Kinder verpflichtend. Es wird ein Förderplan angelegt, in dem die Schwierigkeiten und Fördermaßnahmen sowie Fortschritte festgehalten werden. Im Einzelfall können die Eltern einen Nachteilsausgleich beantragen, der den Kindern z.B. die Verwendung von Hilfsmaterial in Klassenarbeiten erlauben kann. Ziel dabei ist, dass die Kinder mit diesen Zugeständnissen ausreichende Leistungen bringen können. In Extremfällen kann in der Zeugnisnote die schriftliche Leistung ausgeklammert werden. Darüber entscheidet die Klassenkonferenz.  

Erziehungshilfe, Sprachheilförderung, Lernhilfe

Kinder, die einen besonderen Förderbedarf in einem dieser Bereiche haben, werden durch Kolleg/innen des für uns zuständigen Beratungs- und Förderzentrums betreut.

Graphomotorikkurs

Auf einfachste Weise kann die Graphomotorik nach Ernst J. Kiphard als „Schreibbewegung“ bezeichnet werden. Sie ist für das Erlernen bzw. die Ausführung des Schreibens von fundamentaler Bedeutung. Beim Erwerb der Graphomotorik spielen verschiedenste Grundlagen eine wichtige Rolle, wie beispielsweise unterschiedliche Wahrnehmungsbereiche, die Fähigkeit Grundelemente der Schrift (etwa Kreise, Zielstriche und Bögen) produzieren zu können oder die Geschicklichkeit der Hand und der Finger.

Der Graphomotorikkurs ist eine zusätzliche Förderstunde, die in zwei Gruppen für die Kinder der E1-Klassen und der E2-Klassen angeboten wird. Die jeweiligen Schüler werden anhand einer Erhebungs- und Beobachtungsphase und nach ausführlicher Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften ausgewählt.

Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmern in spielerischer Form vielfältige und weit reichende Erfahrungen in der Handgeschicklichkeit und den übrigen Grundlagen der Graphomotorik zu ermöglichen, um jedes einzelne Kind individuell bei der Ausführung bzw. beim Erlernen des Schreibens zu unterstützen.

Marburger Konzentrationstraining (MKT):

Das MKT ist ein Trainingsprogramm, dessen positive Effekte durch verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen werden konnte. Der wichtigste Bestandteil des MKT ist das Selbstinstruktionstraining. Dabei sollen die Kinder lernen, ihre Aufmerksamkeit angemessen zu steuern. Entsprechend der jeweiligen Situation und Aufgabe sollen die Schüler üben, sich selbst sinnvolle Anweisungen zu geben. Entspannungsübungen, Wahrnehmungsspiele und unterschiedliche verhaltens-orientierte Elemente sind weitere Methoden des Trainings.

Das MKT ist eine zusätzliche Förderstunde, die für die Kinder der Eingangstufe angeboten wird und in jeweils einer Kleingruppe (E1 und E2) durchgeführt wird.

Förderstunde

Jede Klasse unserer Schule hat eine zusätzliche Förderstunde, in der in kleinen Gruppen mit wechselnden Schwerpunkten gearbeitet wird. Die jeweilige Klassenlehrerin „bestellt“ die Kinder nach eigenem Ermessen zu unterschiedlichen Fachbereichen wie Lesen, Rechnen, Rechtschreibung, Grammatik u.ä.. Auf diese Weise erfahren (in der Regel) alle Kinder einer Klasse im Laufe eines Schuljahres eine besondere Beschulung bzw. Vertiefung bestimmter Bereiche.

Sportförderunterricht

Für ausgewählte Kinder der Klassen E1 und E2 findet eine Sportförderstunde statt. Die Klassen- und/oder SportlehrerInnen wählen hierfür Kinder aus, deren motorische Leistungsfähigkeit durch psycho-physische Schwächen eingeschränkt ist. Zielsetzung des Sportförderunterrichts ist eine individuelle, ganzheitlich orientierte Entwicklungsförderung über das Medium Bewegung. Im Mittelpunkt steht dabei das Bemühen um Prävention, Kompensation, Wohlbefinden, Gesundheit, Lern- und Leistungsfähigkeit, Integration und Schulzufriedenheit. Im Alter der E1-Kinder steht eine umfassende Förderung der Wahrnehmung (Beanspruchung aller Sinne) und elementarer Bewegungsformen (Laufen, Hüpfen, Schaukeln, Klettern etc.) im Mittelpunkt. Bei den etwas älteren Kindern kommen Symptome eingeschränkter Leistungsfähigkeit hinzu, denen kompensatorisch begegnet werden soll.